Stürmischer Regen bei unserer Ankunft Nachts um 12 in Hamnøy (wenigstens gibts wieder Strom)

Dafür ist es drinnen sehr schön (Foto: Wojtek Ostrowski, www.rorbuer.no, Eliassen Rorbuer)

Wetterwunder am nächsten Morgen: Hafenbucht von Hamnøy (Foto: M. Hahnebach)

Richtiger Sonnenschein am Kai der Eliassen-Rorbuer

"Unser" Haus und -berg: Torbjørnbua (die Ecke hinten) und Festhæltinden (die Ecke oben)

Über die kleine Hafenbucht von Hamnøy blickt man zur Fischfabrik (links) und zu den Rorbuern

Hier gehts zum Stockfisch...

gleich nebenan wird der nächtliche Dorschfang...

in der örtlichen Fischfabrik zu Stockfisch verarbeitet...

und im Freien auf Holzgestelle zum (Gefrier)Trocknen gehängt...

bis der ganze Himmel voller Stockfisch hängt

Immer der Nase nach: Trockenfischgestelle bei Ramberg

Den gibts auch nur als Köpfe (z.B. für Nigeria)

Blick von der Breisundbru über Hamnøy und die örtlichen "Matterhörner": Ols- und Festhæltinden

Weiter links führt die Inselkette über 5 kleine Inseln nach Reine

Reine i Lofoten: die kleine Hauptstadt (300 Einwohner) von Moskenes-Kommune...

mit kleiner Kirche (links hinten)...

kleiner Polizeistation (mit 3 Polizisten)...

kleiner Teepause zwischendurch (mit 3 Trinkern: Jördis, Heike, Manuela)...

kleinem Cafe...

mit kleinen niedlichen Lampen

Å i Lofoten: Trankocherei der 23 (150 Jahre alten) Originalhäuser des Fischerdorfmuseums

Blick auf den Ågvatnet im Dämmerlicht

Die Wetterzeichen am nächsten Morgen am Hüttenfenster...

kündigen typisches Lofotenwetter an: Regen und Wind

Am Kåkersund siehts aber schon fast wieder tropisch aus

Arktische Grasköpfe bei Ytresand (nach links gehts zum Nordpol)

Achtung Kunst! "Epitaph" von Toshikatsu Endu, Japan, 1998

Fischerboote von Fredvang

In der Fischfabrik Fredvang... (Foto: M. Hahnebach)

wird Dorschkaviar eingesalzen (Foto: M. Hahnebach)

Am Selfjord gegenüber liegt Ramberg Hafen

Justnesvika bei Ramberg (von hier aus liegt der Nordpol rechts)

Treibeis im Flakstadpollen

Flakstad: ein riesen Friedhof, daneben ein Campingplatz, rund 25 Einwohner, ein paar Häuser und eine Kirche

Flakstad Kirche von 1780

In Sund wird nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen, sondern ein Werk des Kunstschmieds

Sonst siehts nicht mehr ganz so frisch aus...

Wenigstens gibts noch die gute billige Margarine von früher

und frischen Fisch von heute in der Fischfabrik

Eine Regenfront zieht über den Storvatnet nach Nusfjord...

und sieht aus dem Auto dann so aus (Foto: M. Hahnebach)

Nusfjord mal fast ohne Touristen (bis auf den kleinen Golf)

Myrland ist einer der wenigen Orte auf der Nordseite der Lofoten auf Flakstadøya

Und zwar deshalb: Nordmeerwetter bei Sandnes

Hinter den Bergen im Windschatten bei Vikten steppt der Bär

und das Pferd

Wieder zurück in Hamnøy: Stativtest am Hafen

Ein erster Hauch von Nordlicht über dem Olstinden

Wieder anderes Wetter: ein klarer Morgen...

mit Neuschnee in den Bergen...

wie im Bilderbuch: Haus auf Toppøya...

und die kleine Postkarteninsel Sakrisøya

Wandertagwetter am Stuvdalsvatnet bei Sørvågen

Da hinten in der Mitte durch den Sattel wollten wir in Richtung Melbu wandern...

aber neben dem Tridalsvatnet gehts immer höher...

wir kamen nur bis zum vereisten Kettenaufstieg am Kjölen (die Ketten enden, aber das Eis nicht)

Eiskalte Schönheit...

mit eiskaltem Eis

Fotostop abends bei Reine

Frühstücksfernsehen: der Fischkutter fährt durchs Bild (der Mastkorb sieht nach Walfänger aus)...

es gibt aber wieder Dorsch

Die Stockfischgestelle sind inzwischen brechend voll

Und kalt genug ist es auch geworden: Neuschnee in Hamnøy

Auf der Fahrtroute Richtung Norden am Kåkersund vorbei, dies mal zart Weiß

Eisangebot am Straßenrand auf Lofotenart

Die Straße nach Flakstad ist schon gespurt

Hof in Flakstad

Tourboote warten auf den Sommer in Henningsvær

Hafenflair in Henningsvær

Henningsvær früher zur Dorschsaison (Foto aus den 1920er Jahren? www.gammelfileten.com)...

und März 2013...

in Norges Fiskarlag Velferdstasjon ists noch ein wenig wie früher (zumindest wie FDGB-Zeiten)

TV-Stue

Abendstimmung bei Kleppstad...

mit hingemaltem Sonnenuntergang

Abends an der Gimsøy-Kirche

Fantastisches Nordlicht unterwegs bei Ytre Borgfjord...

mit grünen Vorhängen bei der Schneekönigin zuhause

Sonnenschein und Neuschnee am nächsten Morgen am Kåkersund...

ein Lofotentraumwinterwetter...

zum Wandertag von Marka zur Kvalvika (nach optimistischer Deutung Walbucht)...

am Markvatnet vorbeigeschlittert, hinten in der Mitte...

durch den Pass am Agolvatnet vorbei...

zur Kvalvika (nach realistischer Deutung Qualbucht). Aha, so sieht also der Nordwest heute aus...

eigentlich wollte ich ja zum Strand...

scheint aber Schnee zu geben, sollten vielleicht zurückgehen

Wo ist der Weg? Vorsicht Eis! Scheiße! (war aber Schnee)

Erst mal ne Stärkung (bis zur Schutzhütte haben wirs schon mal geschafft)

Der Weg ist weg! Der Weg ist das Ziel!

Links vom Middagstinden hinter Fredvang war unsere Tour (heute morgen wars hier sonnig)

Endlich wieder "zuhause"...

letzter Abend in unserer Torbjørnbua: Essen, Trinken, Trocknen, keine Zeit für Endreinigung

Rückfahrt in den nächsten Morgen...

nach 3 Stunden geht um halb 8 am Brennholmen im Årnøysund die Sonne auf...

eine halbe Stunde weiter liegt der Austerstraumen...

nach einer weiteren halben Stunde liegt eine Straßenmeisterei am Seljebekken im Weg

Viel zu schnell geht es wieder Richtung Süden

Blick auf die Lofoten (Foto: Manuela Hahnebach)

In einer anderen Welt wieder aufgetaucht: am Oslo Hauptbahnhof herrscht Goldgräberstimmung

Aber die Oper ist wenigstens schon fertig (aus der Vogelperspektive)...

innen ists ganz schön schräg...

und ganz schön groß und etwas ungemütlich...

irgendwie eisschollenmäßig (ich weiß, ist Absicht)

Die Raumfähre shuttelt zum Stadthafen am Oslofjord

Die Rathausklötze stehn jedenfalls noch

Der alte Ostbahnhof lebt als Glas-und-Stahl-Einkaufshalle der Sentralstasjon weiter...

und draußen wartet die schöne neue sauteure Expresswelt (wir haben den Vorortzug genommen)

Lofoten . Februar 2013

Lofoten: Moskenes-/Flakstadøya

Super Idee, im Winter auf die Lofoten und: es ist gar nicht arktisch kalt, sondern durch das Meeresklima (mit Golfstrom vor der Tür) so um 0°C und: es gibt "es" wirklich, das Nordlicht (aber nicht immer, sondern nur, wenn man Glück hat, halbwegs klaren Himmel und Sonnenwind). Mit unserem geliehenen Golf (nicht Strom, sondern Diesel) fuhren wir vier vom Flugplatz Harstad/Narvik etwa 250 km südwestwärts nach Hamnøy. Die Landung bei "nice weather, but a litle bit windy" (also Sturm) ging gerade noch mal gut und die Fahrt durch die Nacht mit Sturm und Regen zog sich knapp 5 Stunden bis Mitternacht: jeder Laster (davon gibts Nachts viele) war eine Wasserwand, jede Brücke eine Nervenprobe, jeder Tunnel eine Erholung. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten (Stromausfall, Hütte verschlossen) haben wir mit nächtlicher Hilfe der wirklich sehr netten und hilfsbereiten Gastgeber doch noch unsere Eliassen-Rorbu-Torbjørnbua beziehen können (1964 bot die Familie Eliassen erstmals auf den Lofoten Fischerhütten zur Touristenübernachtung an, seit 2006 Agata Gasior und Erwin Cwiek).

Am nächsten Morgen sahen wir erst mal bei einem Wetterwunder-strahlendem-Sonnenschein-Wolkenloch, wo wir eigentlich waren und wie schön die kleine Insel mit dem idyllischem Fischerhafen im Reinefjord liegt, umgeben von den "Matterhörnern des Nordens" Ols- (674 m) und Festhæltinden (389 m). Mit unserer Torbjørnbua auf der kleinen Insel Hamnøy bei Reine hatten wir eine hervorragende Unterkunft: modern, gemütlich, komfortabel, das äußerste Eckhaus auf einer kleinen Landspitze im Reinefjord mit Sicht auf Fjord, Berge und Hafenbucht. Gleich neben den Rorbuern (die ursprünglich einfache Unterkunftshütten für die Fischer zur Dorschfangsaison waren) wurde der Dorschfang am Kai der kleinen Fischfabrik angelandet und zu Stock- und Salzfisch verarbeitet (neben dem Tourismus der Hauptwirtschaftszweig der Lofoten).

Unsere erste Tour führte uns in die nähere Umgebung Richtung Süden nach Reine i Lofoten: Hauptort von Moskenes Kommune, einer der schönsten Orte der Lofoten (vor allem der Lage wegen), schöner Aussichtspunkt bei der Zufahrt zur Halbinsel, kleiner verschlafener Ort, kleine weiße Holzkirche, kleine rote Rorbuer, Trockenfischgestelle, kleines Cafe. Und weiter zum südlichsten Lofotenort Å: kleine rote Rorbuer, kleiner Hafen, kleines Stockfischmuseum, Trockenfisch­gestelle und eine schöne Aussicht auf den zugefrorenen Ågvatnet und die umgebenden bis 800 m hohen Berge der südlichen Lofotenspitze. 23 originale 150 Jahre alte Holzhäuser bilden ein Fischerdorfmuseum.

Am zweiten Tag erkundeten wir in Richtung Norden erst mal die 5 km lange Tunnelbaustellen-Mondlandschaft mit architektonisch wertvollem Klohäuschen, sind in Fredvang in die Dorschleberfabrik geraten, haben einen Steinturm als Landskapskunst ("Epitaph" von Toshikatsu Endu, Japan, 1998) bei Skjelfjord gefunden, waren am Strand der Justnesvika bei Ramberg nicht baden und haben Nachtfotos der roten Flakstad-Kirche gemacht.

Der nächste Tag fing wieder schauerlich-stürmisch an. In Sund haben wir statt der schmiedeeisernen Kormorane des örtlichen Kunstschmieds lieber einen echten Dorsch fürs Abendessen gekauft. Über Flakstad (tosender Wellengang am Skagsanden) sind wir nach Nusfjord gefahren. Unterwegs zeigte eine heraufziehende Schneefront am Storvatnet, was uns erwartete. In dem ansonsten touristen­tauglich in den kleinen Fjord gebauten Hafenort konnte man prima verschwommene Winschutzscheiben-Wasserbilder bei verschiedenen Regenstärken mit Tendenz zum Zuschneien machen. 1/4 unserer Reisegruppe hat nur widerwillig das schützende Autogehäuse verlassen, 1/2 gar nicht. Bei Sandnes und Myrland wurde einem bei Wind und Wogen klar, warum die Nordwestküste der Lofoten so gering besiedelt ist. Dagegen war der Sonnenuntergang mit Pferd im Vorgarten bei Vikten schon fast wieder zu idyllisch. Nachts haben dann alle anwesenden Stativumherträger ein paar blass helle Stellen über Hamnøy zu fotografieren versucht, die wir dann (weil sie auf dem Monitor grünlich erschienen) Nordlicht getauft haben.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir am nächsten Tag eine Tour bei Sörvågen zur Munkebu geplant. Entlang des Sörvåg- und Stuvdalsvatn konnte man die Schneewege im Geröll noch begehen, spätestens am Kettenaufstieg zum Kjölen mussten wir aber wegen vereistem Fels umkehren. So blieb nur, noch ein wenig an den Bergseen umherzuwandern und das Cafe in Moskenes zu testen.

Lofoten: Vest-/Austvagøy

Ein neuer Tag mit neuem Wetter: über Nacht hatte es geschneit, so dass wir alle Fotomotive zwischen Hamnøy und Flakstad noch einmal im Neuschneerausch besichtigen mussten (einschließlich Steinadler). Aber eigentlich wollten wir nach Henningsvær, einem früher wichtigen Dorschfanghafen. Über die schönere Küstenstraße 815 hat das wegen einiger unvermeidlicher Fotostops aber etwas länger gedauert. Henningsvær war ziemlich ausgestorben, ein paar Fischkutter lungerten im Hafen, am interessantesten war die Einkehr in "Norges Fiskarlag Velferdstasjon" (Wohlfahrtskantine für Fischer), wo es Kaffee, Kuchen und Reis mit Sahne und Sirup ("...das essen alle Fischer gern") im Fernsehraum gab. Die Nordlichtbilder hätten wir gar nicht abfotografieren müssen, denn auf der Rückfahrt von der Gimsøy-Kirche  (mit armdicken Stahlseilen gegen den Nordwestwind gesichert) flackerten uns bei Ytre Borgfjord die schönsten Bänder, Bögen und Vorhänge entgegen.

Eine weitere "einfache" Schneetour wollten wir bei uns um die Ecke von Marka um den Måltinden zur Kvalvika machen. Wenigstens hatten wir schon einen Vorgänger, der uns die Spur durch erst mal unübersichtliches Sumpfgebiet getreten hat. Dabei haben wir nicht immer gleich im ersten Anlauf die schmalen Bretter über die verschneiten Bachläufe und Wasserlöcher getroffen. Weiter um den See Markvatnet herum glich der Weg meist einem mühsam unter Schnee getarntem Eiskanal, der schnellstmöglich zum See runter führen wollte. Aber das haben wir meist ausgesessen. Am Ziel war klar, Kvalvika heist nicht etwa Wal-, sondern Qualbucht (das hätten wir Heike aber niemals vorher sagen dürfen). Zur Abrundung der leichten Wanderung kam uns über die Kvalvika eine fotografisch interessante blaugraue Wolkenwand aus Richtung Nordwest entgegen, so dass wir Strandspaziergang und Sonnenbad ausfallen lassen mussten. Bei schönstem Schneefall haben wir uns dann wieder zurück getastet.

Die Rückfahrt zum Flugplatz Harstad/Narvik ab halb 5 früh hat sich auch wieder etwas hingezogen, weil sich spätestens nach dem Sonnenaufgang um halb 8 dauernd Fotomotive in den Weg stellten. In Oslo haben wir uns noch einen Kurzbesuch zur Besichtigung der neuen Opern gegönnt, die etwas kühl und schräg im Oslofjord liegt. Rings um den Hauptbahnhof herrschte noch Goldgräberstimmung der norwegischen Bauindustrie.